Backpulver aus April 2014? Holy Sh**t.

Da war ich noch nicht verheiratet. Das Erste, was mir dazu einfällt.

Du hast ganz schön lange keinen Hefezopf mehr gemacht, ist das Zweite.

Und das Dritte: Ekelhaft. Weg damit.

Ich miste aus, räume auf, werfe weg, was nicht mehr zu mir gehört.
Nicht einfach so, nur weil Marie Kondo auf meinem Radar aufgetaucht ist. Ich mache MAGIC LEAVING und wandere aus nach Spanien.

Mit meinem Mann.

Demjenigen, den ich geheiratet habe an Halloween 2014:

dem Tag, an dem der Vanillezucker zwischen den anderen Backzutaten abgelaufen ist.

Zwischen 2014 und 2019 liegen fünf Jahre Zeit. Die Liste der Ereignisse, die unsere beiden Leben verändert hat, ist laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange.

Es gibt dabei eine wichtige Zutat, die das „Geheimnis“ (es ist keines…) unserer Partnerschaft ausmacht. Ich finde sie nicht zwischen unseren Backzutaten, sondern bei einem zweieinhalbstündigen Telefonat mit Jörn. Er sitzt dabei in Tel Aviv – und ich in München.

Die geheime Zutat von idealen Beziehungen

Was ist es, das die geheime Zutat einer (in meinen Augen) idealen Beziehung ausmacht?

Die nackte Wahrheit? Ohne Zuckguss?

Okay.

Man führt in der idealen Beziehung auch getrennte Leben.

Das Geheimnis einer idealen Beziehung liegt …

… im Kreis. Ganz allein.

Dein Leben ist ein Kreis. Wenn du in einer Beziehung lebst, dann tritt nach und nach ein anderer Kreis zu deinem eigenen hinzu – es bildet sich eine Schnittmenge. In diese Schnittmenge namens Partnerschaft, gibt jeder die Anteile hinein, die er hineingeben mag – oder kann.

Beziehung ist die Schnittmenge zweier Kreise. Wer darauf achtet, dass die eigene Fläche immer gut zu sehen und zu spüren ist, hat die halbe Miete einer idealen Beziehung. Die andere Hälfte der Miete hält und gibt der/die Partner/in.

Wer das eigene Leben lebt, trägt alleine Verantwortung dafür

Was gibst du in diese Schnittmenge hinein? Verlierst du etwas Elementares aus deinem Lebenskreis? Verlierst du dich selbst? Dann tu es nicht! Geh. Keine Beziehung dieser Welt ist es wert, dass du dich opferst und aufgibst.

Die besten Entscheidungen in einer Beziehung finden in der Schnittmenge statt. Sie beinhalten die Wünsche und Sehnsüchte beider Menschen. In der Schnittmenge finden sich die Stärken und gemeinsamen Werte genauso, wie ausgesprochene Ängste und Befürchtungen.

Kritisch wird es, wenn das hier passiert:

Manche Menschen verschmelzen in Partnerschaften. So sind die beiden Individuen nicht mehr zu erkennen, es gibt nur noch „das Paar“. Horror! Auf diese Art und Weise übernimmt keiner mehr die Verantwortung für sich selbst und das eigene Leben.

Es wird nur noch für die Beziehung gelebt – der beste Weg, um sich in handfeste Krisen zu manövrieren.

Wer aufgehört hat, als einzelner Mensch in einer Beziehung zu existieren, der gibt den Startschuss für deren Untergang. Manche halten es beeindruckend lange aus, so zu leben. Meistens, weil beide Partner vergessen und verlernt haben, wer sie selbst sind. Das macht Angst. Angst verhindert Wachstum und Veränderung.

Man kann das eigene Leben und die eigenen Ziele verraten. Verschmelzung in Beziehungen gehört dazu.

Wenn beide ein eigenes Leben mit eigenen Wünschen und Zielen haben, dann passiert mit diesen Zutaten etwas Magisches:

Treffen diese Wünsche und Ziele in der Schnittmenge zusammen, dann ist sogar das scheinbar Unmögliche möglich.

(Temporäres oder finales) Auswandern gehört dazu 😉

Bild: Elisabeth Tsung

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