Wir Hundehalter lieben Hunde. Unsere eigenen am meisten. Und dennoch: Viele von uns haben DEN liebsten eigenen Hund im Leben. Irgendwann einmal gekannt oder noch an unserer Seite, bedeutet dieser eine Hund etwas ganz besonderes. Wir lieben die anderen Vierbeiner in unserem Leben deshalb nicht weniger! Nur anders. Das hat einen Grund. Im ersten Moment geht es nicht um die Beerdigung meines Hundes und wie ich es den Kindern sage. Es geht um mehr. Um den Kern. Um das, was dieser einzigartigen Beziehung plötzlich den Boden wegzureißen scheint.

Jeder Hund erinnert an etwas, das uns lieb und wichtig ist

Was passiert, wenn ein Hund in unser Leben tritt? Einzieht, uns begleitet, den Alltag mit uns teilt?

Unsere innere Stimme sagt uns zu Beginn vielleicht so etwas wie das hier, wenn wir das erste Mal ganz bewusst wissen, dass dieser Hund jetzt bei uns bleiben wird:

 

„Ich schenke Dir Geborgenheit. Ich nehme Dich an, so wie Du bist. Ich sehe den Schmerz, den Dir Deine Vergangenheit zugefügt hat. Ich schenke Dir einen Raum, in dem Du wieder heile werden darfst. Wenn Du nicht gesund werden kannst, dann akzeptiere ich das. An meiner Seite darfst Du derjenige Hunde sein und werden, der Du bist. Du musst nichts dafür tun. Einfach Hund sein.“

 

Und dann starten wir den Alltag miteinander! Irgendwann wird das Begrüßen am Morgen direkt nach dem Aufwachen zur Kostbarkeit. Zurückgelegte Ohren, kleine rehbraune Augen, ein leichtes Schwanzwedeln und vielleicht ein dicker, feuchter Hundekuss mitten in unser Gesicht. Wir spüren eine Verbindung zu jemandem, der mit mit uns jetzt etwas erleben kann, für das sich das Leben in seiner wundervollsten Facette zeigt: Verbundenheit und bedingungslose Liebe.

 

Wenn der Hund gestorben ist

Wir lieben Hunde, weil wir das Leben lieben

Hunde wecken Lebendigkeit in uns und erinnern daran, dass jede Sekunde ihren eigenen Wert hat. Manchmal sind es schmerzhafte Momente, manchmal wundervolle Augenblicke voller Glück. Hunde teilen das mit uns, wonach wir suchen und legen behutsam ihre Pfoten auf Stellen, an die wir lieber keinen Menschen heran lassen.

 

Jeder Hund findet andere Stellen

Der Abschied von manchen von ihnen tut so unerträglich weh, dass wir glauben, nie wieder glücklich werden zu können. Wir suchen händeringend nach jemandem (vorzugsweise auf vier Beinen) der diese Lücke an dieser schmerzhaften Stelle zu füllen vermag.

Aber das passiert nicht.

Dein Hund hat seine Aufgabe erfüllt. Du darfst jetzt lernen, weiterwachsen, immer mehr der Mensch werden, der Du bist und sein kannst. Und irgendwann erkennst Du ganz behutsam, dass Du mit Dir selbst gesprochen hast, als Du das hier zu Deinem Hund gesagt hast:

 

„Ich schenke mir Geborgenheit. Ich nehme mich an, so wie ich bin. Ich sehe den Schmerz, den mir meine Vergangenheit zugefügt hat. Ich schenke mir einen Raum, in dem ich wieder heile werden darf. Wenn ich nicht gesund werden kann, dann akzeptiere ich das. An meiner Seite darf ich derjenige Mensch sein und werden, der ich bin. Ich muss nichts dafür tun. Einfach Mensch sein.“

 

Und versprochen, es gibt da draußen Menschen die mit jeder Faser ihres Körpers, mit jedem Funken Verstand und von ganzem Herzen wissen, was Du meinst, wenn Du jetzt weinst.

 

Photo by Marcus Wallis on Unsplash

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü
%d Bloggern gefällt das: